Workshop 13. Mai 2023 in Hamburg

Am 13. Mai sind wir bei der Gemeinwesenarbeit auf St. Pauli zu Besuch für einen ganztägigen Workshop zum Thema “Gewalt in meinem Stadtteil. Was kann ich tun?”. Die Veranstaltungsankündigung findet ihr hier.

“Sommer, Sonne, Sonnenschein – die Straßen und Plätze füllen sich, Alkohol fließt, Musikboxen beaten. Viele Anwohner*innen
bekommen des Nachts kein Auge zu und die Nerven liegen blank. Konflikte wabern in der Luft. Nicht selten kommt es zu gewalttätigen Situationen.

Was wollen, was können wir tun? Wegschauen? Die Polizei rufen? Sich hilflos fühlen? Es gibt Alternativen!

Lasst uns zusammenkommen, unsere Erfahrungen austauschen, Ideen sammeln und Strategien entwickeln, was wir gemeinsam tun können! Lotti vom ignite! Kollektiv hat schon viele Gruppen, in ihrer Auseinandersetzung mit der Frage „Gewalt in meinem Umfeld“, begleitet. Sie wird uns durch den Workshop leiten.

Unsere Ideen wollen wir in einem selbst gebastelten Heft (Zine) festhalten. Das können wir hinterher kopieren, um es an Freund*innen, Bekannte und andere Menschen zu verteilen.

Es gibt ein gemeinsames Mittagessen. Wir organisieren auch gern eine Kinderbetreuung, wenn ihr es wünscht (bitte bei der Anmeldung angeben)

Anmeldung unter: anmeldung@gwa-stpauli.de
Unterstützt durch die Amadeo Antonio Stiftung

Gerne könnt ihr den Flyer als PDF runterladen und verteilen.”

2022 REVIEW

As 2022 comes to a close, we want to take the opportunity to look back at our year and share some of the highlights in our work this year.

We had the opportunity to contribute with our workshops to several amazing events this year, such as at the FLINTA skillshare around the 10th anniversary of the Hambach forest occupation, the occupied village of Lützerath, at the Anarchism Days Potsdam, at the Anarchist Gathering Pinksterlanddagen (NL), the AMS Camp in the Black Forest, the Climate Camp Augsburg, Aktion Seebrücke, the Action Days enough in Zurich, the Akademie der Radikal Sorgetragenden in Frankfurt a.M. and the (still ongoing) Campaign Against Patriarchal Violence in Self-Organized Spaces in Berlin.

We were also glad to visit Cafem Dortmund, the Sonntags Club Berlin, the ROSA info café in Reutlingen, Café Wagner in Jena and the BDP house in Bremen.

We also worked in various university contexts, for example at the Institute for Theater, Film and Media Studies at the University of Vienna, as part of a series of lectures on intersectional strategies for action against discrimination and violence without state and police organized by the students council of the University of Bielefeld, the Consent Project at the University of Utrecht (NL) and the critical introduction week at the Alice Salomon Hochschule Berlin.

At the Restorative Justice symposium organized by the german office for victim-offender-mediation, we had the chance to gain some insights into the field of restorative justice and shared some information and skills regarding Transformative Justice.

In addition, we conducted just as many internal workshops as well as individual and group consultations, especially in the context of transformative justice work.

As part of the Transformative Justice Practitioniers network (transformativejustice.eu), we participated in two lovely meetings in May and October, as well as other new networks of educators.

Also, some of us are highly involved in working on the Transformative Justice Handbook, which is scheduled to be completed in 2023. You can find more info on the book project & ways to get involved at https://www.transformativejustice.eu/de/umgaeng/

We’ve also used the year to continue our education and training. For example, some of us started mediation trainings and also attended trainings and seminars on topics such as whiteness, the a spectrum (spectres of asexuality and aromanticism), inter* and bodywork. We have also added educational offers on the topic of queer perspectives on interpersonal violence to our existing program.

We were especially pleased that this year the funding pot for power-critical education and process support for political groups was launched, offering low-threshold funding opportunities for important education and counseling work, filling a previous void in our organizing.

We also congratulate the Aurora collective on its founding this year. More on Aurora at aurora.noblogs.org.

We also spent a lot of time this year working on internal processes and hope to enter the new year 2023 stronger and with new reflections.

In the new year, we look forward to strengthening existing connections, and can’t wait to share our existing offerings, which range from police criticism over an introduction to feminism & gender to Transformative Justice.

[Zine] Sexualized violence: do something?!

Vor dem Hintergrund gezeichneter Menschen steht Sexualiusierte Gewalt: Was tun?!Heute am Tag gegen patriarchale Gewalt wird wieder einmal klar, dass sexualisierte, patriarchale Gewalt ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, was nicht einfach verschwindet, dadurch dass wir darum wissen. Gesamtgesellschaftliches Problem bedeutet, dass wir auch innerhalb einer radikalen Linken mit Gewalt und sexualisierter Gewalt gegenüber FLINTA* zu tun haben und dieses Problem anerkennen und angehen müssen. Personen können dabei aufgrund ihrer Positionierung und gesellschaftlichen Zuschreibung ganz unterschiedlich dieser Gewalt ausgesetzt sein: Sei es weil eine Frau, die kein cis-Passing hat, täglich auf der Straße mit Blicken, Kommentaren, Übergriffen zu rechnen hat, oder weil eine Person, die keine Lust auf Sex hat, von ihrer Partner*in trotzdem dazu überredet wird. Es ist positiv zu vermerken, dass die Debatten um sexualisierte Gewalt und Täter*innenschutz auf Seiten wie indymedia, barrikade, kontrapolis, etc. mehr Raum einnehmen, aber von kollektiver Verantwortungsübernahme, funktionierenden Awarenesskonzepten und Ähnlichem sind wir meist noch weit entfernt. Wir arbeiten mitlerweile nun schon über ein Jahr in Freiburg im Breisgau (DE) Fälle sexualisierter Gewalt auf, welche durch eine gewaltausübende Person verübt wurden. Wir möchten uns jedoch auch damit auseinander setzen, warum wir mit Transformativer Gerechtigkeit (TG) arbeiten und was das Konzept dahinter ist und zugänglich machen, wie wir dies konkret umsetzen und mit was für weiteren Fragestellungen und Auseinandersetzungen wir uns bei der Arbeit mit TG konfrontiert sehen. Wir, die Menschen, die diese Arbeit dabei gerade machen, beschreibt dabei etwa ein Dutzend Menschen aus feministischen, emanzipatorischen Kreisen in der Stadt und vor allem den sich überschneidenden Umfeldern von betroffenen Personen und der gewaltausübenden Person. Wir möchten uns jedoch nicht nur in unseren kleinen Kreisen damit auseinandersetzen, sondern zu einem szeneübergreifenden Diskurs beitragen, weshalb wir in unregelmäßigen Abständen Texte veröffentlichen und haben daraus hervorgehend nun ein kleines Zine herausgebracht, welches ihr unter folgendem Link lesen, herunterladen, drucken und weiterverbreiten könnt: https://archive.org/details/TG_Freiburg_1.1 Es ist ein langer Weg, wenn wir patriarchale Gewalt überwinden wollen. Aber es ist nicht zu versuchen, oder dem Staat zu überlassen, bedeutet Kompliz*innenschaft mit einem patriarchalen und rassistischen System. Wir wollen handeln und verantwortungsvollere Gemeinschaften aufbauen, macht mit!

Neuer RDL Podcast zu Sexismus und Transfeindlichkeit bei der Polizei

Wir hatten bereits auf die sehr hörenswerte Podcastreihe dieses Jahr bei Radio Dreyeckland aufmerksam gemacht, nun gibt es die neue September-Folge zu Sexismus und Transfeindlichkeit bei der Polizei, die wir euch nochmal explizit empfehlen möchten.
In der Sendung werden die maskulinistische Binnenkultur innerhalb der Polizei, die Rolle patriarchaler Unterdrückung bei der Polizei seit deren Gründung und anhand der drei Beispiele Trans- und Queerfeindlichkeit, sexistische Einschüchterung von Aktivist*innen und die rassistische und patriarchale Polizierung von Sexarbeit. Hört mal rein:

Beitrag auf der RDL Seite oder zum direkt hier hören:


Hier mehr zur Podcast-Reihe:

Institutionalisierte Diskriminierung in der Polizeiarbeit und alternative Ansätze – Eine Podcastreihe

Rechte Chatgruppen in Deutschland, rassistische Polizeigewalt in den USA, die Diskussion um Racial Profiling – fast jede Woche dringen derzeit neue Artikel, Sendungen oder Podiumsdiskussionen an die Öffentlichkeit, welche verschiedene Aspekte der Polizei kritisch beleuchten. Auch wir fragen uns: Was ist Polizei? Wieso ist Polizei? Und was könnte es stattdessen geben?
Continue reading Neuer RDL Podcast zu Sexismus und Transfeindlichkeit bei der Polizei

Internationale Woche der Solidarität für Anarchistische Gefangene 2021

Heute beginnt die Internationale Woche der Solidarität für Anarchistische Gefangene.

Das Einsperren von Menschen soll uns trennen, einschüchtern und mundtot machen. Lasst uns dem Staat und seinen Repressionsorganen einen Strich durch die Rechnung machen, indem wir uns gegen seine Repression verbünden, (auch) an der Repression, die wir erfahren, unsere Stärke spüren, unsere Analysen schärfen, Bündnisse und Freund*innenschaften stärken!

Wir denken in dieser Woche insbesondere an die Antifaschistin Lina, sowie Björn** und Ella*** aus dem Widerstand für den Danni im Herbst 2020, die sich seitdem in Haft befinden.

Dass unter den Eingesperrten so oft und zunehmend FLINTAs (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre Personen, trans Männer und Agender/Asexuelle Personen) sind, ist für uns kein Zufall; es spricht dafür, dass der Staat Angst vor starken FLINTAs und feministischer Organisierung hat und deren Erstarken – zu Recht – als Gefahr für sich identifiziert. Daher: Lasst uns umso mehr feministische Allianzen bilden, einander stärken und füreinander sorgen!

Nicht nur in deutschland, auch weltweit sitzen Anarchist*innen in den Knästen. Mithilfe der aktuellen Adressliste könnt ihr ihnen Briefe und teilweise auch Fotos oder mehr schicken.

Wie Briefe an Gefangene schreiben? Infos dazu gibt es zum Beispiel hier: https://archive.org/details/briefefaq
Continue reading Internationale Woche der Solidarität für Anarchistische Gefangene 2021

Neues Zine von Awarenetz und ignite zu Transformativer Gerechtigkeit

Endlich ist es soweit! Wir freuen uns sehr euch unser Gemeinschaftsprojekt vorstellen zu können:

Dieses Zine (selbstgemachte Broschüre) entstand in den letzten zwei Jahren als ein Gemeinschaftsprojekt von Awarenetz und dem ignite! Kollektiv, dabei stammen die meisten Texte von Awarenetz. Die Texte sollen ein Diskussionsbeitrag zur Theorie und Praxis rund um Herrschaft, Transformative Gerechtigkeit und Gemeinschaftliche Verantwortungsübernahme sein. Wir brauchen Antworten auf zwischenmenschliche, insbesondere intime Gewalt in unseren Gemeinschaften. Nutzt die Texte und Wissenssammlungen in diesem Zine als Denkanstösse, praktische Werkzeuge und Grundlage zur Diskussion. Dabei stellen sie aber nur eine momentane Aufnahme in unserer  eigenen Auseinandersetzung dar. Wir diskutieren weiter und  manches wird vielleicht bald schon überholt sein. Daher freuen  wir uns über weitere Diskussionsbeiträge von euch, Feedback und Kritik.
Kontakt zu uns findet ihr auf awarenetz.ch und ignite.blackblogs.org
 
Ihr könnt dir Broschüre als Online-Leseversion oder in verschiedenen auch druckfähigen Formaten auf archive.org anschauen und herunterladen.

Lese-Empfehlung: Berichte aus der TG-Praxis!

– Da Praxis-Erfahrungen schwer verschriftlich zu finden sind, freuen wir uns besonders wenn Gruppen von ihrer praktischen Transformativen Gerechtigkeit (TG) Arbeit berichten. Im folgenden findet ihren einen Text einer TG Gruppe aus Freiburg im Breisgau, der ursprünglich auf barrikade.info veröffentlicht wurde –

Übersicht über die Gruppen-Struktur des TG-Prozesses in Freiburg

(Gemeinschaftliche) Umgänge mit sexualisierter Gewalt: ein Praxisbeispiel

Seit nun schon einem halben Jahr arbeiten wir in Freiburg im Breisgau (DE) Fälle sexualisierter Gewalt auf, welche durch eine gewaltausübende Person verübt wurden. In der letzten Veröffentlichung, welche ihr z.B. im Koraktor von Dezember 2020 oder auch bei barrikade.info (https://barrikade.info/article/3980) nachlesen könnt, sind wir viel darauf eingegangen, warum wir mit Transformativer Gerechtigkeit (TG) arbeiten und was das Konzept dahinter ist. Im nachfolgenden Text möchten wir nun näher beschreiben, wie wir dies konkret umsetzen und mit was für weiteren Fragestellungen und Auseinandersetzungen wir uns bei der Arbeit mit TG konfrontiert sehen. Wir, die Menschen, die diese Arbeit dabei gerade machen, beschreibt dabei etwa ein Dutzend Menschen aus feministischen, emanzipatorischen Kreisen in der Stadt und vor allem den sich überschneidenden Umfeldern von betroffenen Personen und der gewaltausübenden Person. Nach einem ersten Teil zur konkreten Entstehung des TG-Prozesses und der Struktur, stellen wir danach unsere Vorstellung von Definitions- und Handlungsmacht als zwei grundlegende Aspekte unserer Arbeit vor.

Continue reading Lese-Empfehlung: Berichte aus der TG-Praxis!

Podcast-Empfehlung “Sicherheit für wen!?” von RDL

Nachdem wir mit einem Interview schon bei der ersten Folge des Podcasts dabei waren (zur Folge geht’s hier), würden wir gerne auch allgemein auf die kommenden wunderbaren Folgen aufmerksam machen. Hört mal rein!


Hier mehr zur Podcast-Reihe:

Institutionalisierte Diskriminierung in der Polizeiarbeit und alternative Ansätze – Eine Podcastreihe

Rechte Chatgruppen in Deutschland, rassistische Polizeigewalt in den USA, die Diskussion um Racial Profiling – fast jede Woche dringen derzeit neue Artikel, Sendungen oder Podiumsdiskussionen an die Öffentlichkeit, welche verschiedene Aspekte der Polizei kritisch beleuchten. Auch wir fragen uns: Was ist Polizei? Wieso ist Polizei? Und was könnte es stattdessen geben?

Für die Podcastreihe “Sicherheit für wen?!” sprechen wir mit Personen, die von Polizeigewalt betroffen sind, fragen bei Intitiativen, und ja, natürlich auch bei der Polizei nach Antworten.

Ab dem 19. Mai läuft jeden dritten Mittwoch des Monats um 20:00 bei Radio Dreyeckland eine Reihe, die einen kritischen Blick auf die Polizei, ihre Struktur, ihr Wirken und schließlich Alternativen zum Status Quo wirft.

In der ersten Folge dreht sich alles um die Ursprünge, also die Historie der Polizei. Hört bei uns mehr zur Geschichte und Hintergründen polizeilicher Arbeit, zu lokalen Gruppen und Einzelpersonen aus Freiburg, die sich mit der Dokumentation und Aufarbeitung von Diskriminierung beschäftigen und Überlegungen zu Reformen und Alternativen.

Unter anderem erwarten euch Inputs zu den Themen
– Polizeihistorie
– Psychologie der Polizei
– Racial Profiling
– Transmisogynie und Sexismus
– Transformative Gerechtigkeit und Awareness

Falls ihr selbst etwas zum Thema beizutragen habt, in lokalen Projekten involviert seid oder Tipps für weitere Quellen und Interviewpartner*innen habt, dann meldet euch hier:
polizeirecherche@rdl.de
PGP-key

 

_________________________________________
Außerdem hier noch der Hinweis auf eine aktuelle Umfrage zu Racial Profiling in Freiburg:

[English] https://www.survio.com/survey/d/C4M0H7R9K2P6Q4H1A
[Deutsch] https://www.survio.com/survey/d/W4P5M6O4F4P5N6M3X

Rede zum IDAHOBIT: Wir haben keine Bitten – wir kämpfen für unsere Befreiung

Rede einer Freiburger Bezugsgruppe von/aus trans und nicht-binären Menschen zusammen mit dem ignite! Kollektiv² auf der IDAHOBIT Kundgebung in Freiburg am 17.05.2021:

 

Heute zum internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- und Queerfeindlichkeit (IDAHOBIT) interessieren sich plötzlich alle scheinbar für unsere Themen. Ob Weltbank, EU oder die SPD, alle wedeln fleißig mit der Regenbogenfahne.¹

https://publish.barrikade.info/IMG/jpg/idahobit_cc-by-nc-sa_4.0_4.jpg

Da kommt die Frage auf wieso wir uns heute eigentlich treffen wenn doch alle von Staat bis Kapital unsere Verbündeten sind? Wenn wir uns die Politik dieser Institutionen mit ihren Regebogenfahen jedoch an anderen Tagen anschauen, lässt sich das eher beantworten. Die SPD als Teil der Regierung hat das jahrzehntelange Verschieben einer Reform des sogenannten Transsexuellengesetz schon wieder verschoben. Die EU wiederum zieht weiter die Mauern hoch und lässt so auch queere Menschen auf der Flucht ertrinken oder schiebt sie ab. Generell verschärfen kapitalistische Ausbeutung und weltweite Ungleichheit die Diskriminierung und Gewalt gegen Queers überall.

Continue reading Rede zum IDAHOBIT: Wir haben keine Bitten – wir kämpfen für unsere Befreiung